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Presseecho und Zeitungsarchiv (Auswahl)

Lokalpresse:Petzow in der Presse: Die aktuellsten Schlagzeilen

Märkische Allgemeine Zeitung

Potsdamer Neueste Nachrichten

IN EIGENER SACHE:

Honecker kommt nicht ins Museum
Aus gegebenem Anlass und auf Grund mehrerer Anfragen:
In einem Artikel der MAZ mit der Überschrift „Honecker zurück in Petzow“ vom 13.2.2014 ist die Rede von einer Honeckerbiografie. Das Buch hat sich der Petzower Ortsvorsteher Hanike von dem ehemaligen SED-Parteichef im Mai 1990 signieren lassen. Im genannten  Artikel wird nun geschrieben, dass dieses Buch „….ein Stück DDR-Geschichte ist und gut ins Heimatmuseum Petzow am Haussee passen würde“. Dazu ist zu sagen, dass sich der Vorsitzende der Vereins zwar in einem Gespräch mit Ortsvorsteher Hanike dahingehend interessiert zeigte, das Buch in den Fundus des Heimatvereins zu übernehmen. Jedoch war keine Rede davon, es im Heimatmuseum Waschhaus öffentlich zu zeigen. Dazu besteht auch kein Anlass, da die Geschichte um die Buchsignierung bestenfalls eine Anekdote aus dem privaten Bereich ist. Da es sich andererseits bei Honecker um eine zeitgeschichtliche Person handelt, wird aber dem Wunsch zur Aufbewahrung eines Dokumentes mit einem Autogramm im Vereinsarchiv gern entsprochen. Eine öffentliche Ausstellung des Buches geht aber am Profil der Museumsausstellung vorbei und erübrigt sich damit. Die Ausstellung einer Honecker-Biografie wird es also im Heimatmuseum Petzow nicht geben. 
Das Heimatmuseum stellt in einem Teil seiner Ausstellung die Ortsgeschichte dar. Auf Schautafeln, Bildern und in Vitrinen  wird anschaulich die interessante Geschichte Petzows dargestellt.  Dabei wird stets großer Wert auf eine hohe Aussagekraft über historische Ereignisse und Personen der Ortsgeschichte gelegt.  Da die Quellenlage zum Ort relativ gut ist, ergeben sich viele interessante Möglichkeiten der Forschung zur Ortsgeschichte und ihrer Dokumentation auf der Grundlage eines historisch seriösen Herangehens. Bei einer Bewertung der Ausstellungen und Sammlungsbestände von 50 Museen des Landkreises Potsdam-Mittelmark im Rahmen einer Studie des Landesmuseumsverbandes Brandenburg, dessen Mitglied wir sind, wurde dem Heimatmuseum Potsdam eine professionelle Gestaltung bescheinigt. Daran wird auch zukünftig festgehalten werden. 

18.2.2014
Heimatverein Petzow e.V.
Karl-Heinz Friedrich, Vereinsvorsitzender

 

Archiv (Auswahl)

19.7.2010

In einem Leserbrief zum Artikel von Henry Klix, PNN 24.6.2010, betr. des offensichtlich bevorstehenden Verkaufs von Schloss Petzow hat sich der Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Friedrich wie nachstehend geäußert:

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man es ein amüsantes Bäumchen-wechsel-Dich-Spiel nennen. Diejenigen, die vorher noch bei jeder Gelegenheit um Hilpert gebuhlt hatten, wenden sich plötzlich von ihm ab. Vergessen sind die  - natürlich „wegen mangelndem öffentlichen Interesse“ kaum wahrgenommenen - Mongoleiexkursionen und die Schnupper-Rundflüge mit dem Wasserflugzeug, die Sondersitzungen der Stadtverordnetenversammlung und das chamäleonartige Verhalter einiger Volksvertreter, wenn es mal wieder um eine Nachbesserung im „Resort“ ging.

In der Tat ist es traurig, was sich seit Jahren um das Schloss genannte Herrenhaus in Petzow abspielt - oder eben nicht abspielt. Auch der Heimatverein Petzow ist in Sorge darum und wird wöchentlich -zig mal mit den Fragen der Petzower Besucher konfrontiert.
„Wie geht es denn weiter mit dem Schloss ?“ ist die meistgestellte Frage im Heimatmuseum Waschhaus am Haussee zu den sonntäglichen Öffnungszeiten. Aber auch die Aufsicht in der Schinkel-Kirche kann sich vor derartigen Anfragen kaum retten. Insofern ist das, was um das Schloss herum passiert, von größtem öffentlichen Interesse. Leider hat der Heimatverein Petzow auf einen im Dezember 2009 an Axel Hilpert gesandten Brief keine Antwort auf seine sachlichen Fragen um den Stand der Dinge bekommen.  Offenbar eher durch eine Indiskretion ist nun ans Tageslicht gekommen, dass das Schloss verkauft werden soll. Der in den PNN vom 24.6. aufgeführten Begründung von Axel Hilpert sollte man sich bei aller Distanz allerdings auch nicht vollends verschließen, wenn davon gesprochen wird, die touristischen Leistungen auf mehrere Schultern zu verlagern. Das wichtigste wäre doch aber, dass man dort endlich vorankommt. Indes sollte man auch wachen Auges sein, wer sich der Immobilie annimmt und wie das Schloss letztendlich genutzt werden soll. Glücksritter gabs in Petzow schon genug; von Schlangenfarm bis Windhundrennen, Bikertreffen und Seebühne mit Ladies Night hatten wir alles schon auf der Wunschliste. Auch legen die Grundstücksgrenzen um das Haus herum die Befürchtung nahe, dass man sich bald „Groß-Glienicker Verhältnissen“ ausgesetzt sehen könnte. Insofern sollten sich die, die auch politische Verantwortung für den Ort tragen, nicht nur darin ergehen, Krokodilstränen zu vergießen, sondern mit Verantwortung, Kompetenz und Sachverstand die nun kommende Phase wahrnehmen.
Der Heimatverein Petzow wird sich auch weiter gemäß seiner Satzung offensiv und kritisch mit den Problemen im Ort beschäftigen und seinen Teil zu einer Verbesserung der Lebensqualität in Petzow beitragen. In seiner Mitgliederversammlung vor einigen Wochen hat der Verein beschlossen, den Bürgermeister und Vertreter der Stadt zu einer öffentlichen Einwohnerversammlung nach Petzow einzuladen, um von ihnen Auskunft darüber zu erhalten, wie es weiter in dem kleinen Ortsteil von Werder gehen soll. Ein sorgfältig zusammengestellter Katalog von Fragen ist unlängst durch den Vereinsvorsitzenden dem Ortsbeirat vorgetragen worden und wird, nunmehr als Brief formuliert, dem Werderschen Bürgermeister zugehen.

Karl-Heinz Friedrich
Vereinsvors. Heimatverein Petzow e.V.

 

16.10.2007: Wann wird das Schloß saniert?

Mehrmals wurde der Sanierungsstart für das Schloss Petzow verkündet, ein nobles Hotel mit 50 Zimmern und Restaurants ist geplant. Im April 2004 gab’ den ersten symbolischen Baustart, danach weitere Ankündigungen. Mit Problemen bei der Finanzierung und im Bauantragsverfahren oder mit TV-Dreharbeiten wurden die Verzögerungen begründet. Der Baubescheid ist inzwischen da – Bernd Wendel, Projektleiter und Gesellschafter des „Resort Schwielowsee“, sagt, dass es diesmal wirklich so weit ist: Gemeinsam mit der Begegnungsstätte sollen nächstes Jahr die Arbeiten am Schloss beginnen. Der komplette, in den 60er Jahren angebaute Seeflügel soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. „An der Kubatur wird sich nicht viel ändern“, sagt Wendel. Allerdings wird der neue Seeflügel zur Hofseite des Schlosses einen repräsentativen Eingangsbereich bekommen. Auf der Wasserseite sollen Seeterrassen zum Verweilen einladen. Ob das Schloss am Ende die angekündigten fünf Sterne bekommt oder ob es vier bleiben, sei offen. Die angekündigten Investitionen schwanken zwischen 11 und 18,4 Millionen Euro. hkx

Havelbus startet mit Verlängerung der Buslinie 607 ein sommerliches Experiment (5.6. 2007)

Werder /Schwielowsee - Mit dem Bus von Potsdam über Caputh, Ferch und Petzow nach Werder (Havel) – mit der Erweiterung der Linie 607 will die Havelbus Verkehrsgesellschaft im Sommer einen „Versuchsballon“ starten. Am Wochenende und an Feiertagen wird der Bus ab 10. Juli nicht – wie eh und je – in Ferch wenden: Die Fahrt geht zum VBB-Tarif weiter bis Werder. Dort und am Potsdamer Hauptbahnhof gibt es Anschluss an den Regionalexpress 1 – in Potsdam von, in Werder nach Berlin.

„Von Berlin aus werden Caputh, Ferch und Petzow damit stündlich erreichbar, wenn man in Werder oder Potsdam in den Bus steigt“, sagte Havelbus-Geschäftsführer Dieter Schäfer gestern in Potsdam. Die Zusatzkosten für die verlängerte Linie von etwa 20 000 Euro hat sich die Havelbus mit den Kommunen Werder und Schwielowsee geteilt – auch das Risiko von Verlusten. In der Region erhofft man sich vor allem touristische Effekte, wie Schwielowsees Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) gestern erklärte. Allerdings würde damit auch eine verbesserte Verkehrsanbindung für die Einwohner bestehen.

Ein großer Kostenfaktor (3900 Euro) waren Reklamefolien auf dem Bus, die für die neue Linie und deren Stationen werben: An der Strecke befinden sich unter anderem das Schloss Caputh, der Fercher Bonsaigarten, der Schlosspark Petzow, der Wachtelberg in Werder und die historische Inselstadt. Der Bus wird laut Dieter Schäfer an Wochentagen auch auf anderen Strecken eingesetzt und für Aufmerksamkeit sorgen. Werders 1. Beigeordneter Hartmut Schröder (CDU) kann sich vorstellen, dass der Versuch ausgebaut wird. Kombitickets mit der Weissen Flotte seien denkbar oder dass der 607er auch an Wochentagen bis Werder fährt. „Es öffnen sich Wege, die noch gar nicht alle zu überschauen sind“, sagte die Leiterin des Schwielowsee-Tourismus e.V., Birgit Farthmann.

Im Oktober soll das Pilotprojekt ausgewertet werden. Auch wenn es nur ein kleiner Erfolg wird, soll das Experiment im nächsten Jahr weitergehen – und dann vielleicht schon zum Baumblütenfest starten. Für eine Erweiterung der Linie hofft man auch auf eine finanzielle Beteiligung der Stadt Potsdam – innerhalb der Tourismusinitiative „Wir“ besteht eine Partnerschaft. „Mit einer so großen Kommune wie Potsdam brauchen wir mehr Zeit“, so Bürgermeisterin Hoppe.Die Abstimmung über die neue Busstrecke hat nur fünf Monate gedauert.

Henry Klix

Fahrplan:vom 10. Juni bis 7. Oktober an Wochenenden und Feiertagen zwischen 9 und 21 Uhr im für den 607er üblichen Zweistundentakt. Vollständiger Fahrplan bei www.Havelbus.de.

Der Artikel erschien in der Tageszeitung "Potsdamer Neuste Nachrichten" am 13.06.2007.

Quelle: http://www.pnn.de/Pubs/pots_mittelm/pageviewer.asp?TextID=15127

 

Petzow: Vandalismus im Wald wird immer schlimmer

Die wichtigsten Leute fehlten mal wieder. Vor mehreren Wochen hatte sich der Petzower Ortsbeirat darauf verständigt, bei einem Vor-Ort-Termin mit verantwortlichen Besitzern und Nutzern des Waldes an der Petzower Löcknitz zu besprechen, wie es nun weitergehen sollte. Vertreter der Jagdpacht, Ortsbeirat, Heimatverein und Presse waren gekommen, Waldeigentümer und –nutzer Miculla ließ sich ebenso wenig sehen wie Stadt- und Landespolitiker.

So war außer einer traurigen Bestandsaufnahme eines Zustandes, der sich in letzter Zeit dramatisch verschlimmert hat, nicht viel zu holen an diesem Freitagvormittag, dem 13. Oktober 2006.

Empörung und Unverständnis über die raubbauähnlichen Zustände, die man in den Waldstücken vorfand, hervorgerufen offenbar durch eine völlig unkontrollierte Abholzung des Nutzholzes ohne auch nur die geringste Rücksicht auf den hinterlassenen Zustand zu nehmen, Zerstörung von Wald- und Wanderwegen – dem Betrachter fehlen die Worte, wie sich Menschen so in der Natur bewegen können. Schon vor zwei Jahren machten Ortsbeirat und Heimatverein auf die zwischen Löcknitz und Petzower Park öffentlich aufmerksam, was dazu führte, dass zumindest ein Weg einigermaßen wieder begehbar gemacht wurde, allerdings auch in aller Bescheidenheit. Der ganze Wald sieht aus, als wäre ein Orkan darüber gefegt. Undurchdringliche Holzreste, offenbar bei dem Herausschleppen der nutz- und geldbringenden Stämme blieben dort liegen, kranke Bäume, die abstarben sind sich selbst überlassen und bilden eine Unfallgefahr, von den Gefahren für Wild und Vögel, um das sich die Jäger berechtigte Sorgen machen, einmal ganz abgesehen. An einen Waldspaziergang oder gar eine Wanderung ist hier schon gar nicht mehr zu denken. Die von einem Landschaftsarchitekten im Auftrage des Petzower Heimatvereins erstellte Studie, die den Iststand vor zwei Jahren analysierte, um Möglichkeiten für Wanderwege aufzuzeigen, machte auf schon damals bestehende Mißstände aufmerksam – allerdings ahnte man da noch nichts von dem, was sich jetzt getan hat. Das war alles einigermaßen reparabel, wenn auch die in der Studie benannten Kosten erahnen ließen, dass es lange dauern würde, bis man ein kleines Petzower Wandernetz geschaffen hat. Man hätte mit Provisorien leben können und auch müssen, jetzt muß man mit einem toten, zerstörten Wald leben. “Das Holz ist weg, die Karawane zieht weiter” sagte einer in die Stille hinein und traf damit wohl den Nagel auf den Kopf.

Vor einigen Jahren unter Zuhilfenahme von ABM-Kräften geschaffene Wanderwege mit Geländern oder der mit viel Liebe errichtete, von Bänken umgebene “Stern” – sie sind kaum noch wiederzufinden oder zu –erkennen. Die verschiedenen politischen Gremien sind ohnmächtig, diesem Treiben Einhalt zu gebieten, da sich im Hintergrund offenbar immer andere Eigentums- und Nutzungskonstellationen ergeben, die Forstbehörde nicht einschreitet, Stadt und Land dem Treiben tatenlos zusehen. Welch ein gravierender Kontrast in Petzow zwischen Plänen für Golfplatz und chinesische Medizintempeln und dem, was in der Natur brutal zerstört wird ! Die synergetischen Wechselwirkungen die sich aus einer intakten Umwelt und der Zufriedenheit der Gäste des Ortes eigentlich ergeben sollten und die wichtig sind für einen – wie von vielen immer wieder beteuert, sanften Tourismus, sie werden hier mit Füßen getreten. Oder - treffender gesagt: Man sägt sich den Ast ab, auf dem man sitzt.

khf

Die "Potsdamer Neuste Nachrichten" schrieb am 24.2.2005 über Petzow und die Arbeit des Heimatvereins.

Der richtige Weg für Petzow

Heimatverein entwarf touristisches Leitbild: Fünf Rad- und Wanderwege sowie zwei Parkplätze geplant

Von Henry Klix

Werder � Petzow - Bernd Bock sieht Petzow mit kritischen Augen: "Was die touristische Infrastruktur angeht, hinken wir unseren Nachbarn in Schwielowsee ganz schön hinterher", sagt das Mitglied des Heimatvereins. Besonders beim Rad- und Wanderwegenetz und der Parkplatzsituation gebe es Nachholbedarf. Und etwas ironisch fügt Bock hinzu: "Wir müssen aufpassen, dass hier nicht eine Situation wie in südlichen Ländern entsteht: dass die Gäste des neuen Ferienresorts die Grenzen der Anlage nicht überschreiten wollen." Auf Dauer, meint Bock, ließen sich die Leute nicht täuschen, was das touristische Umfeld angeht.

Im Auftrag des Heimatvereins und des Ortsbeirats hat Bock eine "Arbeitsgruppe Leitbild" gegründet. Gemeinsam mit dem Fercher Landschaftsbüro Josch Bender hat man im wahrsten Sinne des Wortes Wege aufgezeigt, wie die Defizite zu beheben wären. Dabei griff man das 1999 entwickelte Leitbild des Gemeindeforums Havelseen auf. Das Ergebnis, ein "Leitbild für Petzow", wurde in der jüngsten Ortsbeiratssitzung vorgestellt. Dass dessen Inhalt nur in kleinen Schritten umzusetzen ist, zeigt der ermittelte Investitionsbedarf von 2,26 Millionen Euro.

Fünf mögliche Rad- und Wanderrouten wurden untersucht, die mit einer Länge von 25 Kilometern miteinander und mit vorhandenen Wegenetzen verbunden wären. Über den Mirenberg, um den Haussee, um die Löcknitz, in Richtung Glindower Alpen und rund um den künftigen Golfplatz sollen Wege neu erschlossen oder ordentlich ausgebaut und beschildert werden.

Der Mirenberg, mit 53 Metern höchste Landschaftserhebung im Umfeld, ist zur Zeit zum Beispiel gar nicht erreichbar. Bestehende Landwirtschaftswege sind zugewachsen oder mit Fahrrad nicht zu befahren. Der Löcknitz-Rundweg ist zum Wandern teils zu schmal und verwachsen. Und die Löcher und Pfützen auf dem Weg zu den Glindower Alpen seien auch nicht gerade einladend, wie es hieß. Übersichtstafeln, wassergebundene Decken und Gehölzarbeiten sollen die Situation verbessern. Für die Bliesendorfer Straße wird eine Asphaltdeckschicht empfohlen, die bestehenden Betonlochplatten machen den Weg zu Glindower Sehenswürdigkeiten per Rad zur Huckelpiste.

Nicht anders verhält es sich mit dem Weg um den Haussee und den Golfplatz. Der Haussee-Rundweg im Petzower Park ist bereits eine gern genutzte Wanderroute. Doch der alte Belag der alten Ziegelbrücke ist schadhaft, der Zustand der Parkvegetation lässt Wünsche offen. Lennésche Sichtachsen bestehen nicht mehr, Bäume und Gehölze sind überaltert oder stehen nicht am rechten Platz. Hier hofft man in Petzow auch auf überregionale Finanzierungsquellen. Auch beim Golfplatz wird es wohl darum gehen, den Investor ins Boot zu holen: Axel Hilpert hat die Flächen für die neuen Greens westlich der Löcknitz bereits erworben. Wenn er seine Pläne umsetzt, hoffen die Petzower auf seine Unterstützung für einen 6 Kilometer langen Rundweg von Mittelbusch über den Kesselberg bis zur Bliesendorfer Straße.

Ortsbürgermeister Bernd Hanike sieht den Investor auch in anderen Leitbild-Projekten in der Pflicht. Zum Beispiel, was den geplanten Parkplatz im Winkel von Fercher- und Bliesendorfer Straße angeht. Denn schon jetzt erstickt Petzow an Sommerwochenenden im Verkehrschaos. Für Busse gibt es keine Stellfläche. "Wenn jetzt noch die Besucher vom Ferienresort und später vom ausgebauten Schloss Petzow dazukommen, wird es nicht mehr gehen", ist er sich sicher. Als zweiten Standort für einen Parkplatz wird die Brache im Winkel von Fercher Straße und der Straße Am Schwielowsee anvisiert, wobei Hanike den anderen Parkplatz für dringender hält.

Der Ortsbürgermeister verweist darauf, dass auch die Stadtverwaltung Werder das neue Petzower Zeitalter nicht verschlafen hat: Ein neuer Fuß- und Radweg an der Schwielowseestraße stehe ganz oben auf der Prioritätenliste - der Lückenschluss wird auch im Leitbild als wichtig angesehen. Am Parkplatz an der Grelle denkt die Stadt an den Bau einer öffentlichen Toilette. Auch der Ausbau der Zelterstraße, die neue Reeteindeckung der Eingangstürme zum Petzower Park und die Einrichtung eines Badestrandes an noch unbekannter Stelle habe man bei den städtischen Investitionen für Petzow im Blick.

Wenn es nach den Autoren des Petzower Leitbildes geht, wären die Rundwege um den Mirenberg, die Löcknitz und den Haussee die wichtigsten Maßnahmen für einen touristischen Neustart in Petzow. Hier, so hat Bernd Bock ausgerechnet, ließe sich schon für 435000 Euro was bewegen. "Und wenn wir die Wege am Mirenberg erstmal mit Raupen freischieben, wäre das auch schon ein kleiner Anfang." Axel Hilpert hat hier Flächen für Ausgleichmaßnahmen gekauft - und will ein Begegnungszentrum in Form eines Tempels errichten. Bei der Finanzierung von Wegen säße er also sicher mit im Boot.